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Öko-Design-Verordnung zur Förderung der Kreislaufwirtschaft

21.11.2025 Wissen

In Europa wurden Aspekte der Kreislaufwirtschaft im Jahr 2024 mit der Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (Ecodesign for Sustain­able Products Regulation, ESPR) verbindlich verankert. Sie enthält Designprinzipien, die darauf abzielen, die Umweltverträglichkeit und Kreislauffähigkeit von Produkten in der EU zu verbessern.

Für Bauprodukte gibt es noch keine sofortige Anwendung, sondern sie werden erst dann unterstellt, wenn die EU für die jeweilige Produktgruppe einen sogenannten Delegierten Rechtsakt (secondary legislation) erlässt. Erwartet werden Vorgaben ab 2027/28.

Haltbarkeit und Reparierbarkeit

Ein zentrales Designprinzip ist die Verbesserung der Reparierbarkeit von Produkten. Dazu gehören Anforderungen an die Zuverlässigkeit, Wartbarkeit und Nachrüstbarkeit, um die Lebensdauer zu verlängern und Ressourcen zu schonen. Produkte müssen so konstruiert sein, dass sie leicht repariert werden können, beispielsweise durch den einfachen Zugang zu Ersatzteilen oder die Vermeidung von Klebungen, die eine Demontage erschweren.

Reduktion relevanter Bestandteile

Die Verordnung sieht vor, den Einsatz von bedenklichen Stoffen in Produkten zu minimieren, insbesondere solcher, welche die Wiederverwertung behindern.

Kreislaufwirtschaft und Recycling

Die Verordnung fördert aktiv die Kreislaufwirtschaft durch Vorgaben zur Wiederverwendbarkeit, Nachrüstbarkeit und Recyclingfähigkeit von Produkten. Dazu gehört auch die Erhöhung des Anteils an Recyclingmaterialien in neuen Produkten, um die Abhängigkeit von Primärrohstoffen zu verringern.

Energie- und Ressourceneffizienz

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz über den gesamten Lebenszyklus. Dies umfasst Mindestanforderungen an den Energieverbrauch sowie Massnahmen zur Reduktion des CO₂-Fussabdrucks. 

Digitale Produktpässe

Ein innovatives Element ist der digitale Produktpass (DPP), der Informationen über technische und ökologische Eigenschaften, Reparaturmöglichkeiten und Materialzusammensetzung bereitstellt. 

Wichtige Öko-Design-Anforderungen in Artikel 5 ESPR. Quelle: Wirtschaftskammer Österreich Wichtige Öko-Design-Anforderungen in Artikel 5 ESPR. Quelle: Wirtschaftskammer Österreich

Text: Barbara Sintzel

 

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