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Suva senkt 2026 erneut die Prämien

Das Jahresergebnis 2024 beträgt 315 Millionen Franken. Diese erfreuliche Bilanz ist vor allem auf ein gutes versicherungstechnisches Ergebnis und ein erfolgreiches Anlagejahr zurückzuführen. Dadurch kann die Suva die Prämien in den meisten Tarifklassen im Jahr 2026 erneut senken.
01.10.2025 Wissen

Im Prämienjahr 2026 profitieren die versicherten Betriebe von Erstattungen aus Überschüssen von versicherungstechnischen Ausgleichsreserven und aus Kapitalerträgen. Dadurch sinken die durchschnittlichen Bruttoprämiensätze: in der Berufsunfallversicherung um 1,5 Prozent, in der Nichtberufsunfallversicherung um 4,3 Prozent. Damit erreichen die Prämien im Durchschnitt den tiefsten Stand seit Einführung des UVG im Jahr 1984.

Unfallrisiko in BUV rückläufig 

Die Prämien der Suva orientieren sich am tatsächlichen Risiko. In der Berufsunfallversicherung ist das Unfallrisiko – gemessen an der Zahl der neu registrierten Unfälle pro 1000 Versicherte – in den letzten zehn Jahren um 14 Prozent gesunken. Diese posi­tive Entwicklung des Unfallrisikos, zusammen mit einem soliden versicherungstechnischen Ergebnis, ermöglicht eine weitere Senkung der durchschnittlichen Prämiensätze. 

Prämienreduktion von 20 Prozent

Die Suva ist nicht gewinnorientiert, sie gibt finanzielle Überschüsse an die Versicherten weiter. Dank einer erfreulichen Anlageperformance von 5,5 Prozent im Jahr 2024 bleibt die finanzielle Lage der Suva stabil. Der Suva-Rat, das oberste Führungs­gremium, hat deshalb beschlossen, die Erstattung von Kapitalertragsüberschüssen auch für das Prämienjahr 2026 fortzusetzen. In der Berufs- und Nichtberufsunfallversicherung werden die Nettoprämien über alle Tarifklassen hinweg um 20 Prozent gesenkt. Das entlastet den Schweizer Werkplatz um rund 716 Millionen Franken. 

Der SMGV entscheidet mit, denn die Suva wird von ihren Versicherten geführt: Arbeitgeber und Arbeitnehmer entscheiden im Suva-Rat gemeinsam, auch über die Höhe der Prämien.

Klasse Malen und Gipsen (44D)

Aufgrund der konstanten Risikoentwicklung und der finanziellen Situation der Klasse 44D in der BUV bleiben die Basisprämiensätze bei den beiden Unterklassenteilen A0 (Malergeschäfte) und B0 (Gipsergeschäfte) unver­ändert. Beim Unterklassenteil AR (­Restaurieren von Kunstwerken) sinkt der Basisprämiensatz um 1 Stufe. 

Somit sinkt der durchschnittliche Netto-­Prämiensatz (DPS) für das Jahr 2026 im Unterklassenteil A0 um 0,2 Prozent und im Unterklassenteil AR um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Unterklassenteil B0 bleibt der durchschnittliche Netto-Prämiensatz unverändert. Insgesamt sinken die Nettoprämien in der Klasse 44D um durchschnittlich 0,1 Prozent für das Jahr 2026.

Aufgrund der positiven Risikoentwicklung, aber der noch ungenügenden finanziellen Lage der Klasse 44D in der NBUV, bleibt der Basisprämiensatz für das Jahr 2026 unverändert; der durchschnittliche Netto-Prämiensatz sinkt leicht um 0,3 Prozent.

Die individuellen Prämiensätze der einzelnen Betriebe können allerdings vom Durchschnitt der Klasse abweichen, weil diese von der Tätigkeit, dem Risikoverlauf und dem Prämienmodell abhängen. Bei Fragen steht Ihnen Ihre Suva-Agentur gerne zur Verfügung.

Prämienentwicklung in der Berufsunfallversicherung (BUV) per 1. Januar 2026

Klasse Unterklasseteil Bezeichnung DPS netto 2026 (% LS) Delta DPS netto
44D A0 Malergeschäfte 2.0338 - 0.2%
44D AR Restaurieren von Kunstwerken 0.9601 - 4.1%
44D B0 Gipsergeschäfte 4.2695 0.0%
44D     3.0171 - 0.1%

 

Prämienentwicklung in der Nichtberufsunfallversicherung (NBUV) per 1. Januar 2026

Klasse Bezeichnung DPS netto 2025 (% LS) Delta DPS netto
44D Malen und Gipsen 2.2979 - 0.3%

 

Nicht gewinnorientiert

Die Suva ist nicht gewinnorientiert und erstattet den Versicherten derzeit Überschüsse aus Anlageerträgen und Reserven. Deshalb fallen die Prämien ausserordentlich tief aus. Sind die Überschusserstattungen ausgeschöpft, erreichen die Prämien wieder das normale Niveau.

Text: Suva
Bild: zVg

 
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